Pferdegesundheit

„Das Tier als beseeltes Wesen ist als Haustier besonders auf unsere Obhut angewiesen. Leitlinie des täglichen Handelns sollte sein, ihm die nötige Fürsorge angedeihen zu lassen und ihm gleichzeitig spezifische wesensgemäße Entfaltungsmöglichkeiten zu schaffen. Physische und psychische Ungleichgewichte wollen rechtzeitig erkannt und vorsorgend ausgeglichen werden. Stetige, wache Betreuung des Tieres ist dafür Voraussetzung.“ R.Steiner

Da mitlerweile soviele Pferde an verschiedenen Stoffwechselerkrankungen leiden und damit die Gesundheit unserer Pferde immer mehr an Bedeutung gewinnt, habe ich mich in den letzten Jahren intensiv mit diesem Thema, im Besonderen mit der Pferdefütterung, beschäftigt. So war ich auf verschiedenen Seminaren und Vorträgen und habe im August 2014 die Ausbildung zur Fütterungsberaterin abgeschlossen.

Es ist mir ein großes Anliegen, die Pferde auf unserem Hof, nach besten Wissen und Gewissen zu versorgen, so haben wir folgende Kriterien dies in artgerechter Haltung und Fütterung umzusetzten:

  • viel Bewegung, durch viel Platz auf dem Paddock, Rundweg und den Weiden, der Rundweg hält die Pferde in Bewegung
  • viel frische Luft, durch viel Bewegung an der frischen Luft, die Pferde kommen mit der Morgendämmerung raus und Abends zum Dunkelwerden (im Winter gegen 18.00h) wieder rein
  • viel Licht, durch viel Bewegung an der frischen Luft
  • gutes Futter, Heu (auf dem Rundweg in Heunetzen) rund um die Uhr zur Verfügung, wir achten stets auf gute Qualität
  • besonderes Augenmerk legen wir auf die biologische Weidepflege, um auch hier den Pferden gerecht zu werden
  • Kraftfutter ausschließlich Hafer oder Gerste, da in dem großen Angebot an Futtermitteln meistens eher gesundheitsschädliche Sachen drin sind
  • ausgesuchtes Mineralfutter ohne diverse Zusatzmittel
  • hin und wieder Kräuter, da sie leider auf unseren Wiesen noch nicht so beständig sind, aber für den Stoffwechsel unserer Pferde sehr wichtig
  • Knabberäste, jahreszeitlich bedingt Nüsse und Samen auf dem Rundweg verteilt, da Pferde nicht nur Grasfresser sind und natürlich zur Beschäftigung
  • und ganz wichtig: viel Liebe! durch liebevollen Umgang mit den Pferden und einen achtsamen Blick auf jedes einzelne Pferd!


Kräuter

Da früher auf den Weiden mehr Kräuter vertreten waren, sind diese eine wertvolle Ergänzung. Wir sind dabei unsere Weiden wieder in ein natürliches Gleichgewicht zu bringen, nur leider ist dies nicht von heut auf morgen getan und es ist auch eine schöne Herausforderung, die viel Erfahrung braucht!

Wir haben immer ein paar Kräuter im Hause und können die entsprechende Zusammensetzung bei Bedarf zu füttern!

Kräuterwurmkur

Von der Schulmedizin werden  4-5 Wurmkuren pro Jahr empfohlen, bei Fohlen und Jährlingen soll sogar eine Entwurmung alle zwei Monate durchgeführt werden, d.h. 6 Wurmkuren pro Jahr. Diese Menge an chemischen Wurmkuren belasten  Darm und Leber der Pferde besonders stark. Da die Natur einen gewissen Grad an Verwurmung vorgesehen hat, um das Immunsystem der Pferde zu stärken und zu trainieren (übrigens nicht nur bei Pferden) und die chemischen Wurmkuren nur kurzzeitige „Hilfe“ bringen, haben wir uns um alternative Möglichkeiten bemüht!


Seit fast 4 Jahren werden unsere Pferde nun regelmäßig mit Kräutern entwurmt, mit welcher wir sehr gute Erfahrung gemacht haben. Wir führen die selektive chemische Entwurmung durch, d.h. unsere Pferde werden nur nach vorheriger Kotprobenuntersuchung, welche mit mehr als 200 Wurmeiern ausgewiesen ist, mit einer chemischen  Wurmkur behandelt! So schonen wir den Organismus unserer Pferde, wie auch unsere Umwelt!

Momentan haben wir folgende Vorgehensweise, um die Verwurmung im gesunden Maß zu begrenzen:

  •  die Boxen werden regelmäßig gründlich gemistet,
  •  anschließend im Wechsel mit EM`s ausgesprüht bzw. mit Algenkalk bestreut
  •  Paddocks werden täglich abgeäppelt
  •  „Paddock Trail“ und Weiden werden 2mal wöchentlich abgeäppelt,
  •  Kleine Schafherde u.ein paar Kühe als zusätzliche Weidepflege (siehe auch unter Weiden)
  • regelmäßige Kräuterkur zur Stärkung der körpereigenen Abwehr gegen zu viele Würmer
  •  regelmäßige Kotprobenuntersuchung,
  • vorsorglich ca. alle zwei Jahre eine chemische Entwurmung, um den Befall von Bandwürmern und Leberegeln im Blick zu behalten
  • regelmäßige Kontrolle der Pferde nach Dasselfliegen-Eier


Effektive Mikroorganismen

Info zu effektiven Mikroorganismen

Text folgt noch!

Hufpflege

Text folgt noch!