Der Stall

Bei uns am Hofe leben max. 12 Pferde. Abends zum Dunkelwerden laufen sie frei oder geführt in ihre Box in der zur zum Pferdestall umgebauten historischen Scheune. In ihren großzügigen Boxen (3,50m x 4,50m) finden sie am Abend und nachts die Ruhe zum ungestörten Fressen, Ausruhen und Schlafen. Der Stall ist hell und sehr gut belüftet. Auch wenn die Pferde tagsüber nicht im Stall sind, ist der Aufenthalt auch für uns Menschen (Einsteller, Stallkraft, Hufschmid, Tierarzt,...) sehr ansprechend und Stimmungshebend! Die Boxen werden täglich gründlich gemistet und mit EM`s (Effektive Mikroorganismen  > Pferdegesundheit) ausgesprüht. MIt der Einstreu (Stroh oder Späne) wird bei uns nicht gespart!

„Dass man also die Tiere nicht einfach in dumpfen Ställen abschließt, ... sondern, dass man sie über die Weide führt und überhaupt ihnen Gelegenheit gibt, auch sinnlich-wahrnehmungsmäßig in Beziehung zu treten zur Umwelt. ...“ R.Steiner

   

Um 6.oo Uhr am Morgen wird gefüttert und mit dem Morgengrauen kommt die kleine Herde auf ihr "Paddock Paradise"...

"Paddock Trail" oder unser Pferdegarten

In Anlehnung an Jaime Jacksons "Paddock Paradise" haben wir eine Art "Pferdegarten" entwickelt, auf denen sich die Pferde den ganzen Tag über aufhalten können. Dies ist ein erweiterter Paddock, der rund um die Weideflächen führt. So sind die Pferde immer in Bewegung und neugierig, was denn noch so dahinten kommen könnte und laufen so mehrere Kilometer am Tag! Eine Umrundung ist fast 2,0 km lang und möglichst abwechslungsreich gestaltet. 

Ein Blick ins "Paddock Paradise"

     

Sommer wie Winter befinden sich auf dem "Paddock Paradise" Heunetze. Auf dem Rundweg sind  verschiedene Bodenverhältnisse, Knabberholz, Mineralleckschale uvm..


Weideflächen

Unsere Weiden werden ausschließlich ökologisch bewirtschaftet, d.h. wir verwenden keinerlei künstliche Düngemittel. Es sind magere Weiden, was bedeutet, wir achten auf fruktanarme und endophytenfreie Gräser und Kräuter. Nach jeder Beweidung wird die entsprechende Weidefläche nachgemäht,  so kann diese dann ruhen und sich erholen. Wir versuchen mit nur einer Beweidung/Fläche im Jahr auszukommen. Unser Mist wird mit EM's behandelt und mit Mistwürmern bestückt, so erhalten wir genau den Dünger, den unsere Weiden brauchen.

Die Pferde kommen Stundenweise auf die Weide. Die Dauer variiert je nach Jahreszeit und dem Futterbedarf der Pferde. Zweimal wöchentlich werden Weide und Paddock einschließlich der Rundwege abgeäppelt.

Zur Weidepflege gehört auch unsere kleine Schafherde sowie ein paar Kühe. Schafe und Kühe sind Wiederkäuer und so ergänzen sich diese mit Pferden besonders gut. Die Wurmeier der Pferde gehen im Wiederkäuermagen kaputt und die Würmer der Schafe und Kühe gehen im Pferdemagen kaputt!!!! So wird die Weide noch zusätzlich "entwurmt" und durch die kleinen Schafsköttelchen ist auch noch ein Düngevorteil! Die kleine Schafherde kann sich auf den gesamten 6,5ha bewegen und Grasen, dadurch sind sie mal hier und mal dort. Die Kühe weiden die Wiesen nach, auf denen die Pferde zuvor waren. Die Grasnarbe wird durch die Paarhufer gefestigt, Kräuter und Gräser, die den Pferden nicht so schmecken, werden abgegrast und die ganze Fläche wird regelmäßig und flächendeckend sanft gedüngt.


Pferdefütterung

Bei den Futtermitteln kümmern wir uns stets um eine sehr gute / gute Qualität, was manchmal gar nicht so einfach ist, wenn die Ernten so schlecht ausfallen!

Als Grundlage der Fütterung dient das Heu, welches sie über den ganzen Tag/Nacht verteilt; Sommer wie Winter erhalten. Auf die Weiden kommt die Herde stundenweise (siehe Weideflächen), zum grasen, toben und  um all ihre Sinne leben zu können. Am Morgen und abends gibt es die Kraftfutterration, die bei uns aus Quetschhafer oder gequetschter Gerste und gutem Mineralfutter besteht. Wenn Zusatzfutter gewünscht wird, machen wir dies möglich! In der Zeit des Fellwechsels gibt es noch Ölsaaten, wie Sonnenblumenkörner, dazu.

  

Da bei uns an manchen Stellen die Brennesseln gut wachsen, haben wir die Gelegenheit genutzt, diese regelmäßig abzusensen und auf dem Rundweg verteilt. Die Pferde fressen die Brennesseln gerne und schnell ist alles aufgefuttert.


Äpfel und Möhren gib es in Maßen hin und wieder.

„..dass man eben nicht im allgemeinen sagen sollte: "Füttert in diesem Falle das, füttert in jenem Falle jenes, sondern dass man eine Vorstellung davon hervorrufen sollte, was bestimmte Fütterungsmethoden für einen Wert haben für das ganze Wesen der tierischen Organisation. ...“ R.Steiner