Aufzucht:

Ich könnte es nicht besser schreiben:

„Die Beduinen lassen nie das junge Füllen im Momente der Geburt auf die Erde fallen, sondern fangen es in ihren Armen auf und behandeln es auf die sorgfältigste Weise mehrere Stunden lang, indem sie es waschen und die zarten Glieder desselben ausstrecken. Sie liebkosen dasselbe, als ob es ein Kind wäre. Nachher legen sie es auf die Erde und bewachen seine schwachen Schritte mit besonderer Aufmerksamkeit." Burckhardt, Bemerkungen über die Beduinen


„Die Erziehung begann bereits im frühen Fohlenalter, da es als Mitglied der Familie nie Schläge erhielt, sondern nur Gutes erfuhr: Geduld, Freundlichkeit, Liebkosungen, Nahrung. So entwickelte sich keine Scheu, Bosheit oder Widerspenstigkeit. Alles geschah allmählich und gelassen, so dass ein junges Pferd nicht überfordert wurde. Man hatte Zeit und viel Geduld und steigerte die Anforderungen langsam." (aus: Erika Schiele, „Arabiens Pferde. Allahs liebste Kinder")


„Ihre Wertvollste Eigenschaft beim Zureiten der Pferde ist ihre unerschöpfliche Geduld. Es liegt ihrer Natur fern, mit einem Tier die Geduld zu verlieren; nie habe ich gesehen, dass sie eine Stute geschlagen oder misshandelt hätten. Geduld ist wirklich eine der Haupteigenschaften der Beduinen." Lady A. Blunt